Therapeutische Leistungen
unserer logopädischen Praxis
Für eine logopädische Behandlung benötigen Sie, entsprechend Ihrer Diagnose, ein Kassen- oder Privatrezept Ihres behandelnden Arztes oder Ärztin.
Dies können je nach Erkrankung Kinderärzte, Neurologen, Hausärzte, Phoniater, HNO-Ärzte, Zahnärzte und Kieferorthopäden sein.
Die Therapie findet entweder bei uns in den Therapieräumen, als Hausbesuch (muss ärztlich verordnet werden), oder als Videotherapie statt.
Am Anfang jeder logopädischen Behandlung steht ein ausführliches persönliches Gespräch, bei der sowohl Ihre allgemeine Vorgeschichte, als auch die sprachlichen Probleme exakt abgefragt werden.
Mithilfe von verschiedenen Diagnostikverfahren prüfen wir um welche Art von Sprach-, Sprech- oder Schluckstörung es sich handelt und besprechen gemeinsam das weitere Vorgehen.

- Eingeschränktes Sprachverständnis
Schwierigkeiten beim Verstehen gesprochener Sprache. - Später Sprechbeginn (Late Talker)
Mit 2 Jahren weniger als 50 Wörter im aktiven Wortschatz. - Aussprachestörungen / Artikulationsprobleme
z. B. Lispeln oder Lautersetzungen („Tuh“ statt „Kuh“). - Phonologische Störungen
Laute werden nicht korrekt im Wort verwendet oder vertauscht. - Grammatikprobleme
Fehlerhafter Satzbau oder unvollständige Sätze. - Eingeschränkter Wortschatz / Wortfindungsstörungen
Wenige Wörter oder Schwierigkeiten, das richtige Wort zu finden. - Kommunikationsauffälligkeiten
z. B. fehlender Blickkontakt, eingeschränkte Interaktion. - Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS)
Probleme bei der Verarbeitung gehörter Informationen im Gehirn. - Orofaziale Dysfunktionen / myofunktionelle Störungen
z. B. fehlender Mundschluss, unphysiologisches Schluckmuster.

- Aphasie
Sprachverlust oder -störung nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma – beeinträchtigt Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben. - Dysarthrie
Beeinträchtigung der Artikulation, Stimme und Atmung durch geschädigte Sprechmuskulatur (z. B. bei Morbus Parkinson, ALS, MS). - Sprechapraxie
Störung der Sprechplanung – Betroffene wissen, was sie sagen möchten, können es aber motorisch nicht korrekt umsetzen. - Dysphagie (Schluckstörung)
Probleme beim Kauen oder Schlucken, häufig nach neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall oder Demenz. - Facialisparese (Gesichtslähmung)
Vielfältige Ursachen – z. B. nach einem Schlaganfall, durch Infektionen (z. B. Borreliose, Herpes zoster), Tumoren oder nach Operationen.

- Funktionelle Stimmstörungen
Heisere, angestrengte oder kraftlose Stimme durch Fehlbelastung oder ungünstige Sprechgewohnheiten – ohne organischen Befund. - Organische Stimmstörungen z. B. Stimmlippenknötchen, Polypen, Ödeme oder Lähmungen der Stimmlippen – oft Folge von Operationen, Entzündungen oder neurologischen Erkrankungen.
- Psychogene Stimmstörungen
Stimmprobleme infolge psychischer Belastungen – bis hin zum völligen Stimmverlust (aphone Stimme) - Stimmfeminisierung umfasst weit mehr als nur eine Erhöhung der Stimmlage.
Ziel ist ein authentisch weiblich wahrgenommenes Stimmprofil, das sich im Alltag sicher und stimmgesund einsetzen lässt. - Dysphonie im Kindesalter
Heisere oder angestrengte Stimme, oft durch Schreien, lautes Sprechen oder stimmliche Überlastung im Alltag.
Organische Ursachen bei Kindern z. B. Stimmlippenknötchen (Schreiknötchen), angeborene Fehlbildungen der Stimmlippen.

- Stottern
Blockaden, Dehnungen oder Wiederholungen im Sprechablauf.
Die Ursache liegt in der Sprechmotorik des Gehirns – nicht in Unsicherheit oder Angst, auch wenn diese als Folge auftreten können. - Poltern
Zu schnelles und undeutliches Sprechen, Silben werden „verschluckt“. Der Sprechfluss wirkt unstrukturiert und schwer verständlich.